International

Samstag, den 19. Juni 2010 um 21:16 Uhr

Heute fand im Rahmen des internationalen Tag der revolutionären Gefangenen neben Aktionen in Stuttgart, Berlin und Zürich auch eine Solidaritätsdemonstration in Düsseldorf statt.

Die Demonstration führte vom Friedrich-Ebert Straße bis zum Knast in dem Faruk Ereren seit Jahren gefangen gehalten wird. Auch Ahmet und Devrim sind seit mehr als 3 1/2 Jahren in Stuttgart-Stammheim und Nurhan, Cengiz und Ahmet Istanbullu seit 1 1/2 Jahren in Köln, Düsseldorf und Wuppertal weggesperrt. Die sechs sind mit dem Vorwurf nach § 129b, der Rädelsführerschaft, Mitgliedschaft und Unterstützung der Revolutionären Volksbefreiungsfront Partei - Front (DHKP-C) angeklagt. 

Nun versucht das OLG Düsseldorf Faruk, der nach den Militärputsch 1980 in der Türkei 9 Jahre eingesperrt und gefoltert wurde, wieder aufgrund seiner politischen Gesinnung zu kriminalisieren. Die Anklageschrift der BAW (Bundesanwaltschaft) beruht weitestgehend auf türkischem Beweismaterial, und obwohl darin auch unter Folter entstandene Geständnisse enthalten sind, werden diese als Beweismaterial anerkannt. Die BAW fordert konkret die Abschiebung Faruks in die Türkei, weil dieser sich nicht "kooperativ" verhält. In der Türkei droht Faruk weiterhin systematische Folter, menschenunwürdige Behandlung und lebenslange Isolationshaft.

An der lautstarken und kämpferischen Demonstration nahmen rund 70 Personen teil.

Es wurden unter anderem Grußwörter der Gefangenen und ein Grußwort der Kommission für eine Internationale Rote Hilfe verlesen.